Die Vorteile eines Tresors in der Wohnung

Wer Wertgegenstände wie Bargeld, Schmuck oder Wertpapiere zu Hause offen liegen lässt und nicht in einen Safe sperrt, riskiert nicht nur, dass diese leichter gestohlen werden können.

11.3.2019 (verpd) Ein qualitativ hochwertiger Tresor schützt die darin verwahrten Sachen häufig nicht nur vor einem Diebstahl, sondern je nach Ausführung auch vor einem Brandschaden. Und selbst im Hinblick auf die Entschädigung durch den Hausratversicherer unter anderem nach einem Einbruch-Diebstahl-Schaden kann es von Vorteil sein, seine Wertsachen in einem Safe aufzubewahren.

Viele Gegenstände, die man zu Hause aufbewahrt, wie Schmuck, Geld, Münzsammlungen und Wertpapiere, aber auch Dokumente und Datenträger können einen hohen finanziellen und/oder für einen persönlich einen hohen ideellen Wert haben. Viele dieser Wertsachen sollten daher besser in einem Safe statt im Wohnzimmerschrank oder sonst irgendwo offen in der Wohnung aufbewahrt werden.

Zum einen kann ein Tresor verhindern, dass Diebe die Wertgegenstände problemlos einfach mitnehmen, zum anderen kann je nach Ausführung des Safes auch ein gewisser Schutz bestehen, dass die Sachen bei einem Wohnungsbrand nicht beschädigt oder komplett zerstört werden. Zudem kann die Aufbewahrung von Wertsachen in einem Safe auch im Hinblick auf die Hausratversicherung Vorteile haben.

Höhere Schadenentschädigung bei Aufbewahrung im Safe

Üblicherweise sind in der Hausratversicherung bestimmte Wertgegenstände maximal bis zu den in der Police vereinbarten Entschädigungsgrenzen abgesichert. Allerdings hängt bei vielen Hausratpolicen die Höhe der Entschädigungsgrenzen für dieselbe Wertsache von der Art der Aufbewahrung ab. Befinden sich zum Beispiel bestimmte Wertsachen bei Schadeneintritt in einem Tresor, der gewisse Merkmale aufweist, gelten in der Hausratversicherung meist höhere Entschädigungsgrenzen, als wenn sie zum Beispiel in einer Schrankschublade oder einem Schmuckkästchen aufbewahrt werden.

Dies gilt je nach Policenvereinbarung und den Versicherungs-Bedingungen häufig für Wertsachen wie Bargeld, Geldkarten mit geladenen Geldbeträgen, Wertpapiere, Schmuck, Uhren, Sparbücher, Urkunden, Edelsteine, Perlen, Münzen oder auch für sonstige Sachen aus Gold und Platin. Im versicherten Schadenfall, also beispielsweise, wenn Diebe nach einem Einbruch-Diebstahl die Wertgegenstände gestohlen haben, erhält der Versicherungskunde also eine höhere Entschädigung, wenn die gestohlenen Wertsachen zum Zeitpunkt des Diebstahls im Safe waren.

So kann zum Beispiel in der Police vereinbart sein, dass Bargeld und/oder Schmuck, sofern diese Wertsachen im Tresor aufbewahrt werden, mit bis zu 20 Prozent der Versicherungssumme versichert sind. Das wäre bei einer Versicherungssumme von 150.000 Euro immerhin eine Entschädigungsgrenze von je 30.000 Euro. Befindet sich dagegen das Bargeld oder der Schmuck zum Zeitpunkt des Einbruch-Diebstahles in der Wohnung, aber nicht im Safe, könnte die maximale Entschädigung für Bargeld auf 1.500 Euro und für Schmuck auf 20.000 Euro begrenzt sein.

Der richtige Tresor

Als Wertschutzschränke werden in den Bedingungen zur Hausratpolice meist Tresore vorgeschrieben, die durch eine qualifizierte Prüfstelle wie die VdS Schadenverhütung GmbH (VdS), ein Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), anerkannt sind. Für freistehende Wertschutzschränke wird zudem meist ein Mindestgewicht von beispielsweise 200 Kilogramm vorgeschrieben, leichtere Safes müssen dagegen fachmännisch nach Herstellervorschrift verankert oder in der Wand oder im Fußboden bündig eingelassen sein.

Das Netzwerk Zuhause sicher e.V., eine Initiative von Polizeibehörden, Kommunen und Unternehmen, empfiehlt auf der Website www.zuhause-sicher.de nur Tresore, die nach der Euronorm EN 1143-1 geprüft oder zertifiziert sind und mindestens den Widerstandsgrad WG 0 besitzen. Auskunft darüber geben die Prüfplaketten der Organisationen VdS, RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) oder European Certification Body GmbH (ECB-S). Die Sicherheitsexperten raten zudem, Tresore, die weniger als 1.000 Kilogramm wiegen, nach Herstellerangaben fest mit dem Gebäude zu verankern beziehungsweise einzumauern.

Informationen über die wichtigsten Kriterien, an denen man sichere Tresore erkennt, enthalten die kostenlos herunterladbare VdS-Broschüren „Schutz für Wertvolles und Wichtiges“ sowie „Geldschränke und Tresore im Privathaus“ und das VdS-Webportal. Im VdS-Webauftritt gibt es außerdem eine Produktdatenbank mit getesteten und als sicher eingestuften Safes.

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