Gebäudeversicherung | 01.02.12 Gegen nasskalte GefahrenJedes Jahr verursachen Schnee und Hochwasser erhebliche Schäden an und in zahlreichen Gebäuden. Einige Maßnahmen helfen, die Schäden zu mindern. Und sollte doch etwas passieren, hilft zumindest ein finanzieller Schutz. 30.1.2012 (verpd) Gerade im Winter und im Frühjahr hinterlassen Schnee und Hochwasser an und in vielen Häusern eine Spur der Zerstörung. Wer rechtzeitig vorsorgt, schützt sich davor, dass solche Naturereignisse nicht auch noch zum finanziellen Desaster werden. Immer noch kann es bis April zu heftigen Schneefällen kommen. Haus- und Wohnungsbesitzer sollten in diesem Fall regelmäßig einen Blick auf das Dach werfen. Denn der Schnee kann zu Verformungen, Rissen oder schlimmstenfalls zum Einsturz des Daches führen, wenn die Schneelast zu hoch ist. Hochwasser und Starkregen kann es zu jeder Jahreszeit geben. Wer wissen möchte, ob akut eine Überschwemmung droht, kann sich online unter www.hochwasserzentralen.de eine Übersicht der stets aktualisierten, länderübergreifenden Hochwasserlage aufrufen. Schäden, die durch Schnee oder Hochwasser verursacht werden, gelten als Natur- oder auch Elementarschäden. Absicherung gegen NaturgewaltenIn einer Gebäudeversicherung sind diese Schadensarten in der Regel nur abgedeckt, wenn Elementarschäden mitversichert wurden. Das Gleiche gilt auch bei der Hausratpolice. Die Mitversicherung von Elementarschäden, die durch die Risiken Schneelast, Hochwasser und Starkregen, aber auch durch Lawinen, Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch und Vulkanausbruch entstehen, ist meist gegen einen kleinen Aufschlag möglich. Alternativ kann auch eine gesonderte Elementarschaden-Versicherung abgeschlossen werden. Eigeninitiative hilft Schäden verhindernDarüber hinaus kann jeder Einzelne Schutz- und Vorsorgemaßnahmen gegen Hochwasser und Schneelast treffen. So informiert beispielsweise die Broschüre „Land unter – Schutz vor Überschwemmung und Hochwasser“ des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) über Maßnahmen vor und nach einem Hochwasser. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet Onlineinformationen und auch ein herunterladbares, ausführliches Merkblatt über die Maßnahmen, die Betroffene bei einem drohenden Hochwasser ergreifen sollten. Welche baulichen Schutz- und Vorsorgemaßnahmen gegen Hochwasser sinnvoll sind, ist in der „Hochwasserschutzfibel“ des Bundesministeriums für Verkehr-, Bau und Stadtentwicklung zu finden. Sinnvolle Schutzmaßnahmen für Industrie- und Gewerbeunternehmen werden in einem kostenlos herunterladbaren Leitfaden des GDV beschrieben. Vom Bayerischen Staatsministeriums des Innern gibt es im Internet Hilfen und Merkblätter wie die „Checkliste Hochwasser“ und „Schnee auf Dächern – Tipps für Hausbesitzer“. Bei Schneefall ist laut GDV grundsätzlich das Gewicht der weißen Pracht nicht zu unterschätzen. Eine zehn Zentimeter dicke Schneeschicht kann, je nach Grad der Vereisung und des Wassergehaltes, mehr als 100 Kilogramm pro Quadratmeter wiegen. Nicht unüberlegt handelnIst man sich nicht sicher, ob das Dach die Lasten noch trägt, sollte ein örtlicher Dachdeckerinnungs-Betrieb oder die Feuerwehr gefragt werden. Auf keinen Fall sollten Haus- und Wohnungsbesitzer versuchen, selbst auf das Dach zu klettern, um in Eigenregie die Schneeschichten vom Giebel zu schaufeln. Bei Fragen, wie man das eigene Hab und Gut umfassend gegen mögliche Naturgefahren absichern kann, sollte ein Versicherungsfachmann zurate gezogen werden.
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